Summer School

Zur "summer school" an japanischer Partneruniversität

Magdeburg meets Niigata

Nun ist die dritte "summer school" in Japan auch schon wieder Vergangenheit. Wir, die 15 Studenten mit ihren beiden Betreuern, setzen uns noch mal zusammen, um in den Erinnerungen zu schwelgen. Vor uns liegen Unmengen an Photos und mindestens ebenso viele unvergessliche Gedanken an drei Wochen in einer anderen Welt.

In der kleinen Runde scheinen wir uns noch mal auf die Reise zu begeben. Als erster Stichpunkt fällt allen nahezu gleichzeitig das Klima ein. Wahrhaftig, was war das für ein Schock nach elf Stunden Flug. Uns überraschten - dem Deutschen allzu unbekannte - 37°C, bei einer Luftfeuchtigkeit von 80 %. Glücklicherweise waren die Lehrräume unserer Partneruni in Niigata mit einer Klimaanlage ausgestattet. So konnten wir dann auch angesichts des Lehrstoffes "Japanische Sprache und Schrift" einen kühlen Kopf bewahren. Doch umfassten diese Unterrichtsstunden nur einen Teil unseres Aufenthaltsprogrammes. Schließlich war das Motto der Sommerschule: "Japanese Culture, Science and Technology".

Photos und Geschenke

Einblicke in Wissenschaft und Technik bekamen wir sowohl in der Uni als auch bei den Firmenbesichtigungen. Dabei war die Auswahl der Firmen über verschiedenste Bereiche gestreut. Obwohl Unternehmen der Telekommunikation, Lebensmittelindustrie und Energieerzeugung auf den ersten Blick nichts gemein haben, verbindet sie doch eines. Nämlich das typisch japanische Gruppenphoto am Ende einer jeden Besichtigung. Außerdem gab es an nahezu jedem Haltepunkt unserer Tour durch die Industrielandschaft ein recht großzügiges Geschenk.

Wenn wir dann auf die Einblicke in die japanische Kultur zu sprechen kommen, sollten auf gar keinen Fall die Gastfamilien unerwähnt bleiben. Es war bald schon peinlich, soviel Gastfreundschaft zu genießen. Vorteilhaft war ebenfalls, durch die Familie einen der bestmöglichen Reiseführer gefunden zu haben. Doch waren es nicht nur die Gastfamilien, die einem das Gefühl der Freundlichkeit spendeten. Auffallend ist auch das allgegenwärtige typisch japanische Lächeln. Noch vielmehr als Freundlichkeit wurde uns dann beim wohl unvergessenen Besuch einer Junior High School entgegengebracht. Wir erlebten Szenen, wie man sich eher den Besuch eines Popstars und nicht einer Gruppe von Studenten vorstellt.

Ausflug nach Sado

Einen weiteren Höhepunkt markierte der dreitägige Ausflug nach Sado. Wir besuchten die zweieinhalb Fährstunden entfernte Insel mit einigen japanischen Studenten. Im Gedächtnis verbleiben uns wunderschöne Landschaften und zwei Abende am Lagerfeuer mit eigenem Gesang und Hanabi. Hanabi ist der japanische Ausdruck für Feuerwerk, das bei keinem richtigen Fest fehlen darf. Es zählt zu einer Reihe von Eigenheiten, die für viele von uns den Reiz der Reise ausmachten. Das Schöne ist, nahezu jeden Tag und an jedem Ort auf solche und ähnliche Kontraste zu unserem bekannten westlichen Lebensstil zu stoßen. Sogar die pulsierende Metropole Tokyo, als letzter Ort unserer Erkundungen, war voller überraschender Gegensätze - den Comic lesenden Geschäftsmann, der mit dem Kimono bekleideten Dame im Hochhausviertel ...

Zum Schluss wünschen wir uns, den japanischen Austauschstudenten im kommenden Jahr eine ebenso schöne "summer school" bereiten zu können und schließen mit den wegweisenden Worten, die einer unserer Studenten zum Abschied verwendet hat: "Am Anfang sah ich eine Menge fremder Gesichter, nun seh ich in die Gesichter vieler Freunde."

By Andreas Pelz, Andrea Siedmann, Stephan Reggelin

Letzte Änderung: 11.06.2012 - Ansprechpartner:

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